GoPro Tipp #1 – 4:3 zu 16:9

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Das normale Blickfeld der GoPro im 16:9 Modus reicht euch nicht aus und ihr wollt den ganzen 4:3 Sensor voll auskosten? Für IOS gibt es ein Plugin jedoch nicht für Windows. Daher habe ich mich kurzerhand an ein Template für AE gesetzt welches ich euch hier vorstelle. Dieses AE-Template ist ein Muss für alle Windows Nutzer!

 

 

Das Warum und Wieso

Der Sensor der GoPro Hero 3 misst 4000×3000 Pixel, hat damit ein Format von 4:3 und entspricht daher nicht dem mittlerweile standardmäßigen 16:9 Format. Um trotzdem von dem Sensor ein Bild im 16:9 Format zubekommen gibt es mehrere Methoden z.B. Das Bild horizontal auf das gewünschte Format skalieren, daraus folgt ein verzerrtes Bild; In das Bild hinein zoomen und damit die Information im oberen und unteren Bereich verwerfen. Dies wird im normalen 16:9 Modus ausgeführt.

Dynamic Stretch bzw. non-linear Stretch

Eine weitere Methode ist das nicht lineare Skalieren. Das heißt eine nicht konstante horizontale Skalierung des Bildes. Wendet man diese Methode auf 4:3 Material der GoPro an, wird das Blickfeld der Kamera im Vergleich zum normalen 16:9 Modus drastisch erhöht.

Erklärung, Ablauf und Beispiele

An der Kamera wird wird dazu optimaler Weise der 1440p Modus für die Videoaufnahme ausgewählt. Die Bildrate sollte jedoch nur auf 24/25/30 fps eingestellt werden und 48fps sollten vermieden werden da hierbei mit einem Line-Skipping gearbeitet wird um die höhere Bildrate zu erreichen und damit die Bildqualität stark leidet(Info). Im 4:3 Modus wird daher der ganze Sensor ausgelesen und im Video abgespeichert. Am PC wird anschließend das Material verzerrt. Jedoch nicht auf herkömmliche Art sondern dynamisch d.h. die Randbereiche werden sehr viel stärker verzerrt als der Bereich in der Mitte. Da sich meistens die relevanten Dinge/Personen in der Mitte des Bildes befinden und nicht am Rand bleibt daher der Bildeindruck nahezu identisch da der Betrachten die Randbereiche nur passiv betrachtet. Hierzu ein Beispiel an einem quadratischen Raster.

input
Raster aus Quadraten im Format 4:3

output
Dynamisch verzerrtes Raster aus Rechtecken im Format 16:9

Wie man an dem entzerrten Raster sehen kann liegt das Bild nun in einem 16:9 Format vor wobei sich die Rechtecke in der Bildmitte immer noch in einem quadratisches Verhältnis befinden d.h. sie wurden quasi nicht verzerrt wohin gegen der Randbereich sehr stark verzerrt ist. Da man den Effekt am Raster nur Beispielhaft betrachten kann schauen wir uns die Methode an einem echten Beispiel an.

In_roh
Original GoPro 1440p Material in einer 16:9 Timeline  

Out_roh
Dynamisch verzerrtes 1440p GoPro Material in einer 16:9 Timeline

Man kann gut erkennen wie die Person in der Bildmitte nahezu unverändert im Bild bleibt. Das im oberen und unteren Bereich ein kleinen Teil des Bildes abgeschnitten wird liegt an den Einstellungen des Effektes. Ich habe gleich eine leichte Objektiv-Korrektur hinzugefügt was aber auch leicht entfernten werden kann um absolut keine Informationen zu verschenken.

Template und Anwedung

Das AE-Template zum Effekt könnt ihr HIER herunterladen. Öffnet es anschließend in After Effects und fügt euer 1440p Material in der Komposition „Input 4:3“ ein. Anschließend könnt ihr einfach die Komposition „Output 16:9“ ausgeben oder das Projekt an den AME senden. Als Codec kann H.264 mit Profil >5.0 gewählt werden. Das Video hat danach eine Auflösung von 2560×1440 und kann per Skalierung auf 75% perfekt in eine 1080p-Timeline eingefügt werden. Das hier angebotene Template ist für Quellmaterial mit den Abmassen 1920×1440 optimiert. Als vergleich einmal das selbe Material im 16:9 Crop.

crop_roh
1440p GoPro Material im direkten 16:9 Crop

Nachteil für Windowsnutzer und weitere Informationen

Für IOS gibt es ein Plugin für Premiere und AE welches den gleichen Effekt auf euer 4:3 Material anwendet. Dies ist sehr viel komfortabler da der unverzerrte Bereich variiert und verschober werden kann. Es ist jedoch leider nicht mit Windows kompatibel. Mit der neuen Version der GoPro Hero3 Black Edition, der Hero3+ BE wurde ein neuer Modus(Superview) eingeführt welcher einen ähnlichen Ablauf während der Aufnahme auf das Bild anwendet. Da ich diesen aber noch nicht selbst testen konnte, kann ich nicht’s über die Qualität sagen.


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